RED BULL "Stairway to Heaven" 2006

23. April 2006: Strahlender Sonnenschein, frühlingshafte Temperaturen und ein unglaubliches Panorama: Die Bedingungen am Nebelhorn waren nahezu traumhaft und luden die internationale Freeski- sowie Snowboardszene zum perfekten Saisonabschluss ein. Diese traf sich in Oberstdorf zum zweiten Red Bull Stairway to Heaven, der zum Wetter noch perfekt geshapte Kicker im Gepäck hatte und damit atem­beraubende Sprünge gen Himmel ermöglichte.

Mateusz Ligocki, aus Polen stammender Snowboard-Pro, sowie der New School-Freeskiier Fabio Studer überzeugten im 60-köpfigen Teilnehmerfeld die Jury am meisten und belegten jeweils den ersten Platz. Beide fliegen damit im November zum Red Bull BC One, dem einzigartigen Breakdance Contest, nach Brasilien.

Hatte der Step Up-Contest schon letztes Jahr für sportliche Furore gesorgt, so waren die Himmelsritte dieses Jahr noch spektakulärer. Der Anlauf war 600 Meter lang, was ? neben zwei unterschiedlichen Absprüngen für Boarder und New School Skier - für eine Flugphase von 20 bis 30 Metern sorgte. Die dadurch entstehende Anlaufgeschwindigkeit von über 100 Stundenkilometern verlangte von den Ridern allen Mut. Mut, der sich auch für die Zuschauer lohnte, denn in Oberstdorf wurden sensationelle Sprünge gezeigt.


So demonstrierte der Österreicher Fabio mit zwei perfekten 900 Grad Drehungen in beiden Läufen sein Können und dem Pole Mateusz Ligocki, der schon letztes Jahr dabei war, gelang in ein 900°-er mit Doublegrab sowie ein optimaler Frontside 540.

Beim Step Up-Contest springen die Rider treppaufwärts: Die Landung liegt demnach höher als der Absprung, was eine völlig neue und innovative Erfahrung für die Rider ist. Deren Sprünge werden von einer internationalen Jury unter Leitung von Headjudge Tom Wagener bewertet. Relevant sind dabei Style, Schwierigkeit, Sicherheit sowie Overall Impression.

In beiden Finalläufen gewannen Ligocki unter den Snowboardern sowie Studer bei den New School Skiern deutlich. Platz zwei belegten der schweizerische Snowboarder Roman Marti sowie der Freestyle-Skifahrer Daniel Schießl aus Denklingen. Beide können sich über einen Flug zum Free MotoX-Highlight Red Bull X-Fighters in Madrid freuen. Platz Drei ging an Snowboard-Pro Sani Alibabic aus Innsbruck sowie Martin Mißof aus Innsbruck.

Der Münchner Mini Karpf entschied sich für ein relaxtes Saisonfinale und musste sich im Viertelfinale gegen Roman Marti geschlagen geben. Unglücklich war er darüber aber nicht: Das ist hier ein absolutes Highlight und bei den Wetterbedingungen war es einfach traumhaft. So stelle ich es mir vor, wenn man im siebten Himmel schwebt. Großartig,resümierte der Snowboardprofi glücklich.